P2P TWINO


TWINO - P2P Lending MarktplatzGeld arbeiten zu lassen, ist ein etabliertes Konzept für die Mehrung des eigenen Wohlstandes.

Den wachsenden Online-Trend zum Privatkredit verfolgt auch der lettische P2P-Anbieter TWINO.

Auf der Plattform treten Privatpersonen gemeinsam auf das Parkett der Finanzwelt und kassieren nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit Zinsen.

Kann sich TWINO von seinen Konkurrenten positiv hervorheben?


Konditionen und Investitionen auf P2P TWINO

TWINO selbst existiert erst seit Anfang 2015 und ist somit relativ jung. Dennoch gelang es dem Schössling des erfahrenen Finanzdienstleisters Finabay, mit tatkräftiger Unterstützung seines Mutterunternehmens und der Swedbank eigenen Marktanteile wie im Sturm zu erobern.

Beim ersten Besuch auf der offiziellen TWINO-Webpräsenz werden Nutzer sofort auf den kalkulierten Gewinn eines langfristigen Investments aufmerksam gemacht. Derzeit verspricht der Anbieter etwas 10–13 % an Rendite im Laufe eines Jahres.

Es handelt sich hierbei allerdings um Durchschnittswerte, die nicht bei jedem Geschäft in Aussicht stehen. Mit einem kleinen Rechner lassen sich bequem fiktive Zahlen eintippen wie etwa die Höhe der eigenen Beteiligung – ein netter Appetizer, der Lust auf mehr macht.

Wer nicht des Englischen mächtig ist und auch nichts mit Lettisch anfangen kann, muss sich eine Teilnahme gut überlegen. Diese sind die derzeit einzigen verfügbaren Sprachen. Für die Anmeldung müssen Name sowie Nummer für das Mobiltelefon hinterlegt werden. Eine Überprüfung erfolgt zumindest nicht unmittelbar.

So bleibt ein unverbindlicher Eintritt zum Kennenlernen eine Option für noch zögernde Investoren. Wer ein Konto betreiben möchte, muss noch die Wahl zwischen britischem Pfund und Euro als Account-Währung treffen.

Nach der ersten Überweisung auf den eigenen Account und Identifikation mittels angeforderten Dokumenten dürfen Investoren loslegen. Interessant: Neben Euro und britischem Pfund werden auch offenbar weitere Währungen akzeptiert. Allerdings wandelt diese der Anbieter für den geschäftlichen Verkehr stets in Euro um.

Verliehen wird an Kreditnehmer aus Dänemark, Polen, Georgien oder Lettland. Genau wie die Registrierung ist auch der Einkauf von Krediten, Inanspruchnahme des Services und die Kündigung des Kontos völlig frei von Gebühren.

Langfristige Darlehen laufen über einen Zeitraum bis zu 24 Monaten, aber auch sehr kurzfristige Kredite von wenigen Wochen sind in dem primären Kreditmarkt zu finden.

Übersichtliches Interface mit mäßigem Informationsgehalt

Nach der Registrierung gewährt der Anbieter Zugriff auf das Dashboard. Ständige Daueranwesenheit auf der Plattform ist übrigens auch hier nicht Pflicht. Ein automatisiertes Management-Tool nimmt dabei den Großteil der Arbeit nach eigenen Vorgaben ab.

Auch große Geldbeträge lassen sich so ohne weiteres Zutun während der Offline-Zeiten investieren. Das Mindestgebot beträgt 10 Euro. In der Übersicht erwarten den Anwender allgemeine Informationen zu zukünftigen Einnahmen, den aktuellen Kontostand und Statistiken bezüglich des Portfolios.

Die Angaben muten allesamt zwar recht übersichtlich an, ein paar graphische Darstellungen zur besseren Visualisierung hätten jedoch gewiss nicht geschadet. Auch sind einige Tools durch geradezu unsäglich kleiner Schrift durch unnötige Umwege zu erreichen.

Die Liste für manuelle Investitionen scheint nur per Umweg über einen winzigen Link über das automatisierte Investment-Tool anwählbar. Personen mit Sehschwäche könnte diese Tatsache böse Aufstoßen, eine Anpassung der Darstellungsgröße im Browser löst das Problem.

Die Liste für den primären Kreditmarkt gewährt die üblichen Einblicke über momentane Kreditanfragen. Vermerke zu Ländern, Rendite, Zinsen, Laufzeit und natürlich der Risikobewertung sind anzutreffen. Echte P2P-Profis fühlen sich hier schnell wohl.

Für Einsteiger fehlt es jedoch an praktischen Erklärungen einzelner Punkte wie es auf anderen Plattformen üblich ist. Bei ungeklärten Fragen stellt der TWINO-Support einen Skype-Chat während der Werktage zur Verfügung. Laut offiziellen Angaben hat die Mutter Finabay bereits seit 2009 330 Millionen Euro durch die Kreditvergabe hervorgebracht.

Ebenso waren nach der Statistik keinerlei Totalausfälle zu verbuchen. Der bisher offenbar höchst zuverlässige Handel auf der Plattform dürfte nun mit der Öffnung im Sommer 2016 hin zur risikoreichen Kreditvergabe ein paar Kratzer abbekommen.


Rückkaufgarantie? Nicht mehr in jedem Fall!

Einen längeren Zeitraum bot TWINO Geldgeschäfte mit Möglichkeit zum Rückverkauf an den P2P-Anbieter an – dies gehörte quasi zum Markenzeichen der Plattform. Seit Sommer 2016 wurde das Portfolio jedoch um Kreditangebote ohne Abstoßmöglichkeit zurück an den Dienstleister erweitert.

Hier besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass Tilgungen sich verzögern oder gänzlich ausfallen. Zusätzliches Ratings stocken daher die bislang vorhandenen Risikoeinschätzungen auf. Die höchst Wertung steht nach wie vor für Geschäfte mit Rückkaufversicherung.

Im Falle von Verzögerungen nimmt TWINO den getragenen Kreditanteil nach 30 Tagen wieder zurück. Riskantere Investitionen sind in die Kategorien A, B und C eingeteilt. Ein ansteigendes Risiko geht automatisch mit höheren Zinsen einher.

Der Gewinn auf Seiten der Kreditvermittler bezieht sich aus der Differenz der erhobenen Zinsen gegen Kreditnehmern und der tatsächlichen Rendite für die privaten Geldgeber. Erfolgreiche Rückzahlungen bezahlen finanzieren den Dienstleister also von selbst.

Zusätzliche Gebühren sind derzeit nicht vorgesehen. Freunde der abgesicherten Geldvergabe orientieren sich einfachheitshalber an der prognostizierten Rendite. Wer aber gerne bei schwerer einzuschätzenden Abnehmern sein Geld deponiert, sollte den Expected Return im Auge behalten.

Dieser Wert gibt grob eine Schätzung bezüglich der Höhe des Kapitalrückflusses an, wobei Ausfälle mit einberechnet werden. Nach 45 Tagen Schonfrist beauftragt TWINO ein Inkassounternehmen und versucht mit deren Hilfe an die überfälligen Zahlungen eines Schuldners zu gelangen.

Misslingt dies nach vier Monaten, verkauft TWINO die Kreditansprüche an externe Bieter. Dies bringt automatisch Verluste mit sich, aber der Erlös kommt dem Investor zugute. Nicht immer fallen Zocker tief, wenn auch diese neue Möglichkeit einem Glücksspiel gleicht.

Immerhin: TWINO macht keinen Hehl aus der zu erwartenden Ausfallquote. Die klaren Angaben diesbezüglich helfen, die Gefahren besser einzuschätzen. Das T-Symbol signalisiert zudem bei Investitionen, dass bei Verzögerungen ein Rückkaufangebot zur Auswahl steht. Tiefgehende Details für den Verwendungszweck oder über die Nehmer selbst fehlen.

Die wichtigsten Unterschiede zu Mintos oder Bondora

Neben der schnelleren Abwicklung von Rückkäufen in nur 30 statt 60 Tagen, gibt es auch Unterschiede im Markt für den Weiterverkauf von Krediten unter den Investoren zu beobachten. TWINO wickelt die Kreditvergabe über den Mutterkonzern Finabay ab und gilt daher selbst nicht als involviert.

Die Rückkaufgarantie ist dabei nicht mit einem abgesicherten Kredit zu verwechseln: Immobilien und andere wertvolle Objekte müssen die Kreditnehmer nicht ins Geschäft einbinden. Überweisungen vom TWINO-Account auf das eigene Bankkonto erfolgen unverzüglich.

Die Veräußerung von Krediten auf dem sekundären Markt lässt im Gegensatz zur Konkurrenz keine Spekulationen zu. Hier darf nur der ursprüngliche Betrag als Kaufpreis angegeben werden. Keine Aufschläge sind gestattet. Auch unattraktive Entwicklungen lassen sich also nicht mit einem prominenten Abschlag schnell an dritte Interessenten weiterreichen.

Fazit

TWINO besitzt einen guten Ruf aufgrund seiner Kredite mit Rückkaufgarantie. Inzwischen geht der Anbieter auch auf Wunsch von Investoren unsicheren Kreditvergaben nach. Prinzipiell bietet TWINO alles Notwendige für den Geschäftsalltag. Dashboard und automatisiertes Portfolio listen die übersichtlichen Möglichkeiten klar auf.

Die Sprachbarriere der Webseite und etwas zurückhaltende Aufklärungsarbeit für Menschen ohne Erfahrung könnten aber zum Problem werden. Daher ist es unbedingt erforderlich, sich im Voraus mit den genauen Abläufen vertraut zu machen oder den Rat eines anderen Investoren einzuholen.

Passende Foren hierfür gibt es im Netz auf in deutscher Sprache. Ansonsten sollten Nutzer auch hier auf das Prinzip des Teilens und Herrschens setzen. Mit einer breiten Streuung an Kreditforderungen nähert sich die Wahrscheinlichkeit eines totalen Ausfalls dem Nullpunkt.

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